Mit Blaulicht und Martinshorn


Sondersignal - warum und weshalb

 

Damit die Feuerwehr, Polizei und andere Rettungsorganisationen im Einsatz schnell vorankommen nutzen sie ihr Blaulicht und das Einsatzhorn. Doch das geht nicht ohne weiteres:


Die Verwendung von Sondersignal ist in Deutschland in § 38 der Straßenverkehrsordnung geregelt. Demnach ist das Einsetzen des Sondersignals auf wenige Ausnahmesituationen beschränkt, um Missbrauch vorzubeugen. Es darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um

  • Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden,
  • eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden,
  • flüchtige Personen zu verfolgen oder
  • bedeutende Sachwerte zu erhalten.

Was bedeutet das für alle anderen Verkehrsteilnehmer ?

Sondersignal ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“ (siehe § 38 Abs. 1 StVO). „Freie Bahn zu schaffen“ bedeutet für die anderen Verkehrsteilnehmer (auch für den Gegenverkehr) nach Möglichkeit rechts zu fahren, ihre Fahrt zu verlangsamen und gegebenenfalls anzuhalten, um dieser Anordnung zu folgen. Ist die Straße nicht breit genug, um einem Fahrzeug mit Sondersignal das Überholen zu ermöglichen, kann es auch erforderlich sein, mit normaler Geschwindigkeit weiter zu fahren, bis eine Stelle erreicht ist, an der das Einsatzfahrzeug überholen kann.

 

Fahrzeuge ohne Martinshorn, also nur mit Blaulicht haben kein Wegerecht nach § 38. Deshalb fahren wir auch bei leeren Straßen und nachts mit Einsatzhorn.