112 - Für alle Notfälle

Wissen Sie eigentlich, was Sie zu tun haben, wenn Sie die Feuerwehr oder den Rettungsdienst alarmieren müssen?
Klar, ab zum nächsten Telefon und die 112 wählen. Aber was dann?


Was ist passiert?

Geben Sie eine kurze Beschreibung der Ereignisse, also z.B. Feuer, Verkehrsunfall, Person umgekippt etc.


Wo ist es passiert?

Hier benötigt der Leitstellendisponent eine genaue Angabe wo die Einsatzkräfte benötigt werden. Informieren Sie sich also vorher über Straße, Hausnummer und Ort. Achten Sie auf Autobahnen und Bundesstraßen, auch auf Kilometer- und Richtungsangaben.


Wie viele Personen sind betroffen?

Bitte geben Sie die genaue Anzahl der Verletzten durch, damit genügend Kräfte alarmiert werden. Bei Großschadenslagen reicht eine Schätzung.


Welche Verletzungen?

Versuchen Sie die Art der Verletzung/Erkrankung mitzuteilen, damit die Einsatzkräfte schon vorab Informationen bekommen.


Warten Sie auf Rückfragen!

Nennen Sie noch Ihren Namen und hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer für Rückfragen.

Der Disponent beendet das Gespräch!


Weisen Sie die Einsatzfahrzeuge vor Ort ein oder beauftragen Sie jemanden damit.


„Die europaweit gültige Notrufnummer 112 kann Leben retten“

„Die 112 ist eine europaweit einheitliche Notrufnummer, über die in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste erreicht und alarmiert werden können. Der so genannte ‚Euro-Notruf 112’ bietet eine verlässliche Verbindung zu einer Leitstelle und damit schnellstmögliche Hilfe.“, das sagte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 28. Januar 2011, in Stuttgart.

 

Unter dieser Kurzwahlnummer sei jederzeit eine Leitstelle zu erreichen,
die je nach Notfall Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmiere. Neben dem Euro-Notruf seien die nationalen Notrufnummern ebenfalls gültig, etwa in Deutschland der Polizei-Notruf 110. „Diese Polizei-Nummer ist den Bürgern seit Jahrzehnten bekannt und fest im Gedächtnis der Bevölkerung verankert. Das wollen wir auch für die europaweit gültige 112 erreichen, damit es in der Europäischen Union noch einfacher wird, überall schnell Hilfe zu bekommen“, betonte Rech.

 

Einer von der EU veröffentlichten Studie zufolge seien 2009 lediglich ein Viertel aller EU-Bürger über die gebührenfreie, europaweit einheitliche Notrufnummer 112 informiert gewesen. In Deutschland hätten damals zwar 75 Prozent der Befragten die Nummer gekannt. Es sei aber nur 18 Prozent bewusst gewesen, dass die 112 europaweit gelte. Das Verbreitungsgebiet umfasse neben allen EU-Mitgliedstaaten auch die Türkei, Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino. Besonders für Reisende sei dieser große Geltungsbereich ein wichtiger Service, der in Extremsituationen auch Leben retten kann. Man müsse nicht die Telefonnummer des jeweiligen Landes kennen, sondern könnte unter der von zu Hause bekannten Nummer Hilfe rufen.

 

Die Notrufe können von jedem Telefon, egal ob Festnetz oder Mobilfunknetz, ohne Vorwahl abgesetzt werden. Bei Überlastung der Netze würden Notrufe 112 priorisiert, das heißt, andere Verbindungen eventuell getrennt, um den Notruf absetzen zu können. Außerdem würden Informationen zum Standort und der Name des Telefonhalters automatisch an die Leitstelle übermittelt, um eine schnelle Ortung eines potentiellen Unfallopfers zu erleichtern. Die EU habe den 11. Februar zum Europäischen Tag des Notrufs 112 erklärt, um den Bekanntheitsgrad weiter zu verbessern.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg